Wednesday, February 11, 2026

Das Massaker der Iraner


 

Im Januar ۱۴۰۴ (Januar 2026) führte die Islamische Republik eine der blutigsten Unterdrückungen der jüngeren Geschichte gegen landesweite Protestierende durch. Sicherheitskräfte schossen mit scharfer Munition, Maschinengewehren, schweren Waffen und sogar kalten Waffen direkt auf die Menschen ein – besonders am 18. und 19. Dey, die als „großes Massaker“ bekannt wurden.

Die Zahlen variieren:

  • Offizielle iranische Stellen (Oberster Rat für nationale Sicherheit und Märtyrer-Stiftung) gaben etwa 3.117 Tote an.
  • Menschenrechtsorganisationen wie HRANA, Iran Human Rights und UN-Berichterstatter dokumentierten Zahlen zwischen 3.400 und über 20.000 Toten.
  • Einige interne Dokumente und Medienberichte (u. a. Iran International) sprechen sogar von Schätzungen bis zu 33.000 bis 36.000 Toten allein in den zwei Tagen des Höhepunktes.

Dieses Ausmaß an Tötungen – besonders innerhalb von 48 Stunden – macht es zu einer der tödlichsten Unterdrückungen von Demonstranten in der Weltgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg. Kinder, Jugendliche, Frauen und gewöhnliche Männer wurden mit Schüssen in Kopf, Augen und Brust gezielt getötet; viele starben auf den Straßen, in Krankenhäusern oder sogar in Haftanstalten. Das landesweite Internet wurde abgeschaltet, um das Ausmaß der Katastrophe zu verbergen, und Leichen einiger Opfer wurden ohne Übergabe an die Familien verbrannt oder heimlich bestattet.

Dieses organisierte Verbrechen, direkt auf höchster Ebene befohlen, beantwortete nicht nur wirtschaftliche Proteste, sondern den grundlegenden Wunsch des Volkes nach Veränderung mit Blut. Bis heute wurden viele Leichen den Familien nicht übergeben, und selbst die 40-Tage-Gedenkfeiern stoßen auf erneute Repression. Die Dunkelheit dieser blutigen Tage wird noch lange im kollektiven Gedächtnis Irans bleiben.

ghazalee alsadat abtehi

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